Heidefahrt auf der Örtze

von Volker Klahn

Nach vielen Jahren stand mal wieder die Örtze, laut Kanuführer einer der beliebtesten Heideflüsse, wieder auf dem Programm. Eigentlich ist dieser Fluss für uns nicht paddelbar, da er entweder von den Verleihbooten total überlaufen oder total zugewachsen ist. Daher haben wir uns dieses Wochenende ausgesucht: Die Örtze ist noch nicht für die Verleiher geöffnet und der Fluss ist schon für die Gäste frei geschnitten.

Es war auch endlich wieder eine Fahrt mit vielen Teilnehmern. Mit 10 Booten war der Hänger gut bestückt. Wegen der hohen Benzinpreise wurden außerdem die Autos wieder voll besetzt. Wie schön, dass die Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten!

Pünktlich zum Wochenende hatte das Hoch „Volker“ die Regenwolken verdrängt und bei 25 Grad und strahlendem Sonnenschein verlief die Anreise nach Hermannsburg ohne Probleme. Unterwegs wurde in Eversen das Auto für den Trabsport der Fahrer abgestellt.

Die Einsetzstellen an der Örtze sind alle gut ausgebaut und die zahlreichen Spaziergänger musterten den „Aufbau“ unser Boote – wohl auch in der Hoffnung, die eine oder andere Kenterung zu sehen. Diesen Gefallen taten wir ihnen aber nicht.

Der Wasserstand war gut und die Örtze strömte munter in Richtung Süden. Auch die Bäume waren alle gut geräumt worden, so dass unsere Gruppe flott vorankam. An einigen Stellen gab es Verengungen und man musste immer sehr aufmerksam die kommenden Kurven/Gebüsche ansteuern, um eine Berührung mit dem Ufer und dem Grund zu vermeiden.

In Oldendorf hinter der Brücke erreichten wir die Pausenstelle, die sogar mit einem schief stehenden Dixi-Klo ausgestattet ist. Im herrlichen Sonnenschein genossen wir die Pausenbrote.

Pausenstelle in Oldendorf

Weiter ging es auf der Örtze in großen und kleinen Kurven. Aber kurz vor dem Ziel in Eversen lag doch ein mächtiger Baum im Wasser, der rechts umtragen werden musste. Erschwerend kam dazu, dass kurz davor ein zweiter Baum im Wasser lag, der gerade noch unterfahren werden konnte. Dieses Doppelhindernis stellte alle vor eine Paddelaufgabe, die jedoch mit Glück ohne Kenterung gemeistert werden konnte. Ein Boote konnte das Hindernis sogar mit Übersteigen des Baums bewältigen.

Kurze Zeit später landeten wir in Eversen an. Auch dort ist die Ausstiegsstelle sehr gut ausgebaut; es gibt sogar Holzbauten, in denen vermutlich die gekenterten Paddler ihre Kleidung wechseln können.

Gerne kommen wir mal wieder an die Örtze.

 

Ausstiegsstelle in Eversen

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